Besuchen Sie unsere Website mit personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.
Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem bestehenden Abo (Tageszeitung, e-Paper oder PLUS) zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.
Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.
Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.
Sie suchen das e-Paper, die digitale Zeitung?
Sie ziehen um, fahren in den Urlaub oder haben Fragen zu Ihrem Abo?
Sie wollen eine private Kleinanzeige aufgeben? Nutzen Sie unsere Online-Anzeigeannahme.
Die dritte Runde der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie ist ohne Ergebnis geblieben. Jetzt ruft die IG Metall zum Warnstreik auf.
Es ist ein Signal der Entschlossenheit. Tausende Beschäftige der Metall- und Elektroindustrie demonstrierten am Donnerstag in der Augsburger Innenstadt für höhere Gehälter. Nach Gewerkschaftsangaben kamen rund 4000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen. Eine Einigung gab es bei den Gesprächen im Hotel Maximilian's aber nicht. Jetzt gewinnt der Tarifstreit an Schärfe. Die IG Metall ruft zum Arbeitskampf auf. "Nun bleibt uns keine Wahl, wir müssen den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen", sagte im Anschluss Bayerns IG-Metall-Chef und Verhandlungsführer Johann Horn. "Mit Ablauf der Friedenspflicht in der Nacht auf Samstag beginnen wir in Bayern mit Warnstreiks.“
In Augsburg fand für Bayern die dritte Gesprächsrunde in dieser Tarifrunde statt. Die IG Metall ist mit einer Forderung von acht Prozent für die bundesweit rund vier Millionen Beschäftigten in die Gespräche gestartet. Bisher hatten die Arbeitgeber aber überhaupt kein Tarifangebot vorgelegt. In Augsburg war es jetzt so weit: Der Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie (vbm) legte ein bundesweit abgestimmtes Angebot vor.
Die Arbeitgeber bieten eine steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie von 3000 Euro an. Zudem stellen sie Lohnerhöhungen in Aussicht, machten aber keine Angaben zu deren Höhe oder zu einem Zeitpunkt. Als Laufzeit für den Vertrag stellen sich die Metall- und Elektroarbeitgeber 30 Monate vor.
Aus Sicht der Arbeitgeber sei das Angebot "ein positives Signal für die Tarifpartnerschaft", wie vbm-Verhandlungsführerin Angelique Renkhoff-Mücke sagte. "Streiks wären jetzt äußerst kontraproduktiv", warnte sie die IG Metall.
Die IG Metall-Forderung nach acht Prozent mehr Lohn wiesen die Arbeitgeber zurück und verwiesen auf die schwierige wirtschaftliche Lage: „Die IG Metall hat ihre Forderung von acht Prozent für eine Laufzeit von zwölf Monaten aufgestellt. In diesem Zeitraum wird es aber kein Wachstum geben, was verteilt werden kann", sagte Renkhoff-Mücke. "Selbst das gewerkschaftseigene Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung erwartet im kommenden Jahr ein Schrumpfen der Wirtschaft."
Die Gewerkschaft zeigte sich über das Angebot erzürnt: "Dieses Angebot ist eigentlich gar kein Angebot, weil die Arbeitgeber auf unsere Forderung nach acht Prozent mehr Geld überhaupt nicht eingehen", sagte Horn. "Damit provozieren die Arbeitgeber den Widerstand der Beschäftigten. Die Menschen brauchen jetzt eine deutliche prozentuale Entgeltsteigerung und nicht irgendwann 2024", fordert er. "Die Preise steigen immer weiter, die Menschen können ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen", sagt er.
Für Beschäftigte in unteren Entgeltgruppen sei die Situation existenzbedrohend, so Horn. Zudem sei die Lage in den Betrieben deutlich besser, als es von der Arbeitgeberseite dargestellt werde.
Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.
Um kommentieren zu können, gehen Sie bitte auf "Mein Konto" und ergänzen Sie in Ihren persönlichen Daten Vor- und Nachname.
Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.